Weiterführende Infos

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Warum wir den Widerstand gegen die A20 unterstützen

Was geht uns die A20 an?

Der erste Bauabschnitt. Quelle: https://www.autobahn.de/planen-bauen/projekt/a20-niedersachsenDie A20 hat natürlich nochmal ganz andere Dimensionen als „unsere kleine B74neu“: Die gesamte Neubautrasse ist rund 145 Kilometer lang und verläuft fast ausnahmslos durch ländliche Räume sowie größtenteils über Moor- und Marschböden. Laut Bundesverkehrswegeplan 2030 verursacht die A 20 den größten Umweltschaden von allen geplanten Straßenbauprojekten (s. Homepage A20-nie, „Wir über uns – Worum geht es?“). D.h., die Zerstörung von Natur, Siedlungsräumen und gewachsenen Wegebeziehungen wird riesige Ausmaße haben. Das allein ist natürlich schon Grund genug, dieses Wahnsinnsprojekt abzulehnen.

Aber abgesehen davon:
Wir sind auch direkt betroffen! Die B74neu soll ja nicht einfach „in die Gegend“ gebaut werden. Ursprünglich eine reine Ortsumgehung für Scharmbeckstotel und Ritterhude, vor allem zur Entlastung vom Pendlerverkehr, wird sie jetzt als zwei- bis dreispurige, kreuzungsfreie Schnellstraße geplant. Der landwirtschaftliche Verkehr wird nicht mehr zugelassen sein, die Bauern müssen sich andere, lange Umwege suchen (die von den Kommunen tw. neu gebaut und finanziert werden müssen!).

Warum wird so groß geplant?

Es geht im Grunde darum, die stadtbremischen Häfen und das Bremer Güterverkehrszentrum (GVZ) an die künftige A20 anzubinden. Bei Glinde in der Nähe von Bremervörde wird es eine Anschlussstelle geben, die die Autobahn direkt mit den Bundesstraßen 71, 74 und 495 verbindet.

Welche Folgen wird das haben?

Nach Fertigstellung der A20 wird der Verkehr, vor allem der LKW-Verkehr, auf der B74 stark zunehmen. Bremen wird dann u.a. direkt an die Skandinavien-Güterverkehre angebunden sein, ohne das überlastete Nadelöhr Hamburg.

Das wiederum wird die AnwohnerInnen an der gesamten B74 erheblich stärker beeinträchtigen als der heutige Verkehr (Stellt euch mal in Sandhausen oder Wallhöfen zur Hauptverkehrszeit an die Straße und denkt euch entsprechend mehr „Brummis“ dazu). Und: Es wird sich sehr bald zeigen, dass die B74 zwischen Osterholz-Scharmbeck und Bremervörde ein derartiges Verkehrsaufkommen überhaupt nicht bewältigen kann. Man muss sich zum Beispiel nur einmal den Kreisel am Ortseingang Hambergen anschauen.

Anschluss A20 – B71, B74, B495 (Quelle: openstreetmap.de/karte/#)

Ergo:
Die B74 muss auch nördlich von OHZ ausgebaut werden! Womöglich kommen die Planer zu dem Schluss, dass dann die gesamte Strecke kreuzungsfrei ausgebaut werden muss … Millionen, Abermillionen. Und über viele Jahre weitere Baustellen, Umwege, Ressourcenverschwendung und Naturzerstörung.

 

Die Wahrheit aber ist: Ohne die A20 macht das alles noch weniger Sinn! Selbst aus Sicht der Befürworter.
Das gilt ebenso schon für den jetzt geplanten Neubau, der immer noch als „Ortsumfahrung Ritterhude“ getarnt wird.

Deshalb waren wir in Oldenburg.